Fragen zu Messkampagnen und Fachgutachten
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Messkampagnen, Fachgutachten und unsere
Leistungen für Windenergieprojekte.
Zur verdachtslosen Prüfung eines Windparks werden zunächst schnelle Prüfverfahren (Schwingungsprüfung, ggf. Blattwinkelmessung) an allen Anlagen eines Windparks durchgeführt, um auffällige Anlagen zu identifizieren. Je nach Situation kann vorab auch eine Datenanalyse (SCADA, Schadenshistorie, Stillstandshäufigkeit) die zu untersuchenden Anlagen eingrenzen. Die Ergebnisse werden ausgewertet. Anschließend werden Folgemaßnahmen besprochen und ggf. spezifische Messkampagnen geplant.
Ein Ertragsgutachten prognostiziert den zu erwartenden Energieertrag — auf Basis von Windverhältnissen, Anlagenparametern und Parklayout nach FGW-Richtlinien. Ein Standorteignungsgutachten bewertet die mechanischen Belastungen durch Turbulenz, Nachlaufeffekte und Geländeeinflüsse nach DIBt-Richtlinie und DIN EN IEC 61400-1.
Wenn der Rotor nicht rund läuft, weil die Masse des Rotors ungleichmäßig verteilt ist, spricht man von einer (massenbedingten) Rotorunwucht. Die Folge sind erhöhte Schwingungen im Turm-Gondel-System, vorzeitiger Verschleiß und Schäden sowie erhöhte Schallemissionen. Mit herstellerunabhängigen Messungen lässt sich prüfen, ob die die Schwingungen in einem gesunden Bereich bleiben.
Unsere Schall-, Schatten-, Turbulenz- und Ertragsgutachten legen den Grundstein für ihr Windenergieprojekt. Nach Inbetriebnahme können wir messtechnisch den Anlagenbetrieb prüfen und feststellen, ob die Realität der Planung entspricht.
Typische Hinweise sind Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Ertrag in den SCADA-Daten, erhöhte Schwingungswerte oder auffällige Betriebsmuster. Wir analysieren Ihre Betriebsdaten und identifizieren, ob Ursachen wie Blattwinkelfehler, Rotorunwucht oder Azimutkalibrierungsfehler vorliegen — und beheben diese direkt vor Ort.
Eine Schwingungsprüfung lohnt sich immer dann, wenn erhöhte Schwingungswerte gemeldet werden, die Anlage auffällig klingt, Komponenten vorzeitig verschleißen oder ein Betreiber eine verdachtsunabhängige Kontrolle zur Lebensdauersicherung wünscht. Mit einem einzigen Messlauf identifizieren wir aerodynamische und massenbedingte Unwuchten, Resonanzeffekte und Nachlaufeinflüsse.
Eine optische Blattwinkelmessung und -justage dauert in der Regel einen Arbeitstag pro Anlage. Die Messung erfolgt fotografisch direkt vor Ort. Im Anschluss können festgestellte Abweichungen sofort korrigiert werden — ohne lange Standzeiten.
Zur verdachtslosen Prüfung eines Windparks werden zunächst schnelle Prüfverfahren (Schwingungsprüfung, ggf. Blattwinkelmessung) an allen Anlagen eines Windparks durchgeführt, um auffällige Anlagen zu identifizieren. Je nach Situation kann vorab auch eine Datenanalyse (SCADA, Schadenshistorie, Stillstandshäufigkeit) die zu untersuchenden Anlagen eingrenzen. Die Ergebnisse werden ausgewertet. Anschließend werden Folgemaßnahmen besprochen und ggf. spezifische Messkampagnen geplant.
Wenn der Rotor nicht rund läuft, weil die Masse des Rotors ungleichmäßig verteilt ist, spricht man von einer (massenbedingten) Rotorunwucht. Die Folge sind erhöhte Schwingungen im Turm-Gondel-System, vorzeitiger Verschleiß und Schäden sowie erhöhte Schallemissionen. Mit herstellerunabhängigen Messungen lässt sich prüfen, ob die die Schwingungen in einem gesunden Bereich bleiben.
Schall- und Schattengutachten sind in der Regel Bestandteil der Genehmigungsunterlagen für Windenergieanlagen nach dem BImSchG. Sie prognostizieren die zu erwartenden Immissionen an schutzbedürftigen Orten und zeigen, ob die maßgeblichen Anforderungen eingehalten werden. Dabei geht es insbesondere um die Immissionsrichtwerte für Schall sowie um die zulässige Beschattungsdauer durch periodischen Schattenwurf. Auch bei Änderungsanträgen, geänderten Anlagenkonfigurationen oder behördlichen Auflagen kann ein aktualisiertes Gutachten erforderlich werden.
Ein bankfähiges Ertragsgutachten liefert eine nachvollziehbare und belastbare Bewertung des langfristig zu erwartenden Energieertrags eines Windparks. Es berücksichtigt Winddaten, Standortbedingungen, Parklayout, Abschattungseffekte und Unsicherheiten und weist Kennwerte wie P50- und P90-Erträge aus. Benötigt wird es insbesondere für Finanzierungen, Investitionsentscheidungen, Projektkäufe, Projektverkäufe und Due-Diligence-Prozesse.
Die Bearbeitungsdauer hängt von der Gutachtenart, dem Projektumfang und der Vollständigkeit der Eingangsdaten ab. Für Schall- und Schattengutachten planen wir in der Regel etwa 4 bis 6 Wochen ein, sobald alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen.
Für Ertrags- und Turbulenzgutachten legen wir den Zeitrahmen projektbezogen fest, da der Aufwand stärker von Datenlage, Standortkomplexität und Modellierungstiefe abhängt. Eine konkrete Einschätzung erhalten Sie mit unserem Angebot.
Ja. Viele unserer Kunden beauftragen Schall- und Schattenprognosegutachten gemeinsam — das spart Abstimmungsaufwand und verkürzt die Gesamtbearbeitungszeit. Auch die Kombination mit Ertragsprognose oder Standorteignungsgutachten ist möglich.
Unsere Gutachten werden auf Grundlage anerkannter Normen und Richtlinien erstellt (BImSchG, TA Lärm, LAI, FGW, DIBt, IEC). Wir streben die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die DAkkS an, um die formale Anerkennung als akkreditiertes Prüflaboratorium zu erhalten.
Ja. Unsere Gutachten sind auf die Verwendung in Genehmigungs- und Änderungsverfahren ausgerichtet. Wir legen Wert auf nachvollziehbare Berechnungen, transparente Eingangsdaten, eine klare Ergebnisdarstellung und eine prüffähige Dokumentation. Damit schaffen wir eine belastbare fachliche Grundlage für die Einreichung bei Behörden.
In der Regel ja. Beim Repowering ändern sich häufig Anlagentyp, Nabenhöhe, Rotordurchmesser, Standort oder Betriebsweise. Dadurch kann sich auch die Schall- und Schattenwurfsituation an den umliegenden Immissionsorten verändern. Ein neues oder aktualisiertes Gutachten weist nach, ob die maßgeblichen Anforderungen weiterhin eingehalten werden, und schafft eine belastbare Grundlage für das Genehmigungs- oder Änderungsverfahren.
Ja. Wir begleiten Änderungsanträge für bestehende Windparks, etwa wenn andere Schallmodi, ein angepasster Nachtbetrieb oder zusätzliche Betriebsoptionen beantragt werden sollen. Dafür prüfen wir die vorhandene Genehmigungslage, berechnen die schalltechnischen Auswirkungen der geplanten Änderung und bereiten die erforderlichen Unterlagen für das Verfahren vor. So können bestehende Windparks fachlich belastbar optimiert und genehmigungsrechtlich sauber weiterentwickelt werden.
Ein Ertragsgutachten prognostiziert den zu erwartenden Energieertrag — auf Basis von Windverhältnissen, Anlagenparametern und Parklayout nach FGW-Richtlinien. Ein Standorteignungsgutachten bewertet die mechanischen Belastungen durch Turbulenz, Nachlaufeffekte und Geländeeinflüsse nach DIBt-Richtlinie und DIN EN IEC 61400-1.
Ein Schallgutachten ist im Rahmen des BImSchG-Genehmigungsverfahrens für nahezu jeden neuen Windpark verpflichtend. Es prüft, ob die Geräuschimmissionen der geplanten Anlagen die Grenzwerte der TA Lärm an den umliegenden Immissionsorten einhalten. Auch bei Änderungsanträgen oder wenn Behörden Schallschutzmaßnahmen fordern, ist ein aktuelles Gutachten erforderlich.
Ja. Unser Team führt Messkampagnen und Begutachtungen sowohl onshore als auch offshore durch — national und international. Wir sind mit den Anforderungen unterschiedlicher Genehmigungsregimes vertraut.
Unsere Schall-, Schatten-, Turbulenz- und Ertragsgutachten legen den Grundstein für ihr Windenergieprojekt. Nach Inbetriebnahme können wir messtechnisch den Anlagenbetrieb prüfen und feststellen, ob die Realität der Planung entspricht.
Viele Probleme lassen sich präziser lösen, wenn Messdaten aus dem realen Betrieb direkt in die Gutachtenarbeit einfließen. Erhöhte Schwingungsniveaus durch Fehlpitchstellungen können z. B. die Schallemissionen beeinflussen. Wer beides aus einer Hand beauftragt, spart Zeit und bekommt konsistente Ergebnisse.
